Argentinien 2

 

 

 

Faszinierende Landschaften im Nordwesten von Argentinien

 

Auf dem Weg zum Nationalpark Talampaya kommen wir durch die Cuesta de Miranda. Entlang des klaren Bergbachs ist die Landschaft saftig grün. Die Berge rundum sind rot gefärbt. Unzählige Säulenkakteen wachsen und blühen hier. Am Weg entdecken wir eine besonders schöne Gedenkstätte der Difunta Correa, eine Wallfahrtsstätte für Autofahrer. Im Nationalpark übernachten wir inmitten der wüstenhaften Landschaft auf dem dazugehörigen Campingplatz. Es ist kühl und sternenklar.

 

Talampaya gehört zum UNESCO Weltkulturerbe. In einem umgebauten Lkw fahren wir im ausgetrockneten Flussbett durch einen Canyon mit hohen roten Wänden. Unterwegs begegnen wir Guanakos, Nandus und Maras (Nagetiere, groß wie Hasen). Hoch über uns zieht ein Condor seine Kreise. Die Felsformationen sind atemberaubend und wunderschön.

 

Weiter geht es zum Ischigualasto Park. Auch hier gibt es einen Campingplatz. Am nächsten Morgen nehmen wir im Beppo an einer 4-stündigen Führung teil. Hier durchqueren wir auf einer Piste eine Landschaft mit Hügeln und Felsen in allen Farben und Formen. Auch hier ziehen Guanakos vorbei und wir entdecken eine große Gruppe Condore.

 

In beiden Parks wurden Überreste der ältesten Dinosaurier entdeckt. Denn als dieses Gebirge entstand, wurde Millionen Jahre alte Gesteinsschichten nach oben geschoben.

 

Wir verlassen den Nationalpark und überqueren den Paso de la Cuesta del Viento. Hier ist es tatsächlich extrem windig. Wir werden beim Fotografieren der dunklen, kargen Berge fast weggeblasen. Unter uns ein kleiner Fluss, der das Tal begrünt. Plötzlich öffnet sich die Enge und vor uns liegt smaragdgrün der Stausee. Ein faszinierender Anblick.

 

Im Hostal Rancho Lamoral stehen wir inmitten von Bäumen, wieder betreut von drei schwanzwedelnden Hunden. Der Wind bläst immer noch heftig.

 

Alle sind hier sehr nett und wir verbringen noch einen Tag dort. Plaudern mit Manuel, dem Besitzer und Thomas, seinem Neffen, der hier aushilft. Mariano ist mit dem Rad unterwegs und macht hier eine Pause. Im Gepäck hat er alles, was ein guter Koch braucht: Scharfe Messer, eine Nudelmaschine und Formen für Ravioli. Kochen hat er bei seiner italienischen Großmutter gelernt. Er verwöhnt uns mit einer leckeren Lasagne und selbst gemachten Ravioli in einer Lauch-Sahne-Soße. Zusammen mit den anderen Gästen speisen wir gegen 23:30 Uhr und unterhalten uns angeregt.

 

Trotz des verlockenden Angebots, dass es am Abend ein Asado geben wird, fahren wir am nächsten Tag weiter. Der Abschied fällt uns nicht leicht. Wir haben uns auf der Rancho Lamoral sehr wohlgefühlt und die herzliche, entspannte Atmosphäre sehr genossen.

 

16.10.2017

 

 

Cuesta de Miranda - Rote Felsen, grünes Flusstal und Kakteen überall.

 

Difunta Correa - die Schutzheilige für den Verkehr.

Die junge Witwe verdurstete in der Wüste. Ihr Säugling überlebte an der Mutterbrust.

So bringen die Wallfahrer unzählige Wasserflaschen. Autoteile zeugen von der Rettung aus der Gefahr. Bei der hiesigen Fahrweise haben die Autofahrer und die Motorradfahrer ohne Helm den Schutz der Difunta Correa auch bitter nötig.

 

Nicht nur wir Ausländer, auch eine hiesige Dame fand Gefallen an der Gedenkstätte.

 

Nationalpark Talampaya - Roter Canyon, Dinosaurier und Felszeichnungen (ca.1000 Jahre alt)

 

Natioalpark Ischigualasto - viele Farben, eine Sphinx, seltsame Formen.

Guanakos und zahlreiche Condors.

Archäologische Station für fossile Funde mit Informationszentrum.

 

La cuesta del viento und der Stausee.

Kleine Adobekirche und Blick auf die 6000er.

 

Essen in Argentinien:

Frühstück mit Medialuna. Hörnli mit Öpfelmus im Beppo gekocht. Bife de Corizo mit Kartoffelpüree.

Ravioli hausgemacht in netter Runde nachts um 12 Uhr. Forelle mit Gemüse und Kartoffeln.

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Kommentare: 5
  • #1

    Anonym (Freitag, 20 Oktober 2017 20:50)

    Endlich wieder Bilder mit schönem Essen. Dachte schon ihr macht eine Nulldiät. Weiter so.

  • #2

    Jürg (Sonntag, 22 Oktober 2017 10:34)

    Hörnli mit Ghackets wie bei den Suizos... Macht Spass euch zu verfolgen. Hasta pronto. Los Suizos

  • #3

    Dario (Sonntag, 22 Oktober 2017 17:03)

    Langsam moechte ich mit euch tauschen. Natur pur gegen Metropole mit geballter Kultur. Ich habe auch Natur im Programm, aber der Taifun LAN durchkreuzt meine Reisepläne. Seit drei Tagen Starkregen. Falls ich den Hoehepunkt des Sturms diese Nacht ueberlebe werde ich demnächst Wanderungen auf den “heiligen Bergen Hieizan und Koyasan Unternehmen.
    Eure Fotos machen mich immer sprachlos. Mir fehlen die Worte. In Japan wuerde man sagen “sugoi” und “subarashii”

  • #4

    Marianne (Sonntag, 22 Oktober 2017 18:13)

    Ist doch klar: Das mit den runden Steinen ist die Murmelbahn der Riesen, die dort mit den Dinos gewohnt haben.


    Weiterhin ein schöne Reise
    Abrazo

  • #5

    Monika (Donnerstag, 26 Oktober 2017 11:31)

    Weiterhin eine so schöne, interessante Reise! Und alle guten Wünsche zum Geburtstag! Monika und Peter