Uruguay 2

 

 

 

Spanischkurs und Warten auf Beppo...

 

Ein herzliches Dankeschön allen, die unseren Blog verfolgen und uns mit guten Wünschen und Gedanken auf unserer Reise begleiten. Wir fühlen uns sehr gut damit.

 

Am Montag geht es uns wie den meisten Schülern – Wochenende ist besser! So versuchen wir von 09:30 bis 15:00 Uhr unser Spanisch zu verbessern. Dann zeigt uns Dinora wie in Uruguay Mate zubereitet wird. Wir probieren vier verschiedene Sorten. Alle sind sehr heiß und schmecken ziemlich bitter.

 

Dienstagabend nehmen wir den Bus und besuchen Pablo. Er ist eine Art Steuerprüfer und lernt nebenbei Englisch, Deutsch, spielt Klavier und Gitarre und tanzt Tango. Zusammen mit seiner polnischen Deutschlehrerin machen wir Empanadas und sitzen in internationaler Runde bei einem Glas argentinischem Wein – Multikulti pur!

 

So vergeht ein Tag nach dem anderen mit kleinen Ausflügen in die Stadt.  Wir besuchten z.B. das Tangomuseum mit Informationen zur Entstehungsgeschichte des wohl berühmtesten Tangos – „La Cumparsita“. Zum Reinhören der Link: www.youtube.com/watch?v=pBA4hlF9l50
(Die im Video sind wir übrigens nicht).

 

Abends sitzen wir über den Hausaufgaben. Draußen brandet der Verkehr, es hupt, pfeift, dröhnt und in der Ferne hört man immer wieder den Rhythmus der Kandombe.

 

Freitag ist unser letzter Schultag – mit Abschlusszertifikat! Zur Belohnung gönnen wir uns das Cafe Oro del Rhin – ja Rheingold! Gegründet 1927 von einem deutschen Konditor. Der zuckersüße Kuchen wächst direkt an die Hüfte, hinterher ist uns etwas “blümerant“ – wen wundert es!

 

Bei unserem Spaziergang am Ufer des Rio de la Plata sehen wir im Hafen die Cap San Marco. Die Container werden gerade abgeladen. Hoffentlich vergessen sie den Beppo nicht! Eduardo wird am Montag die Zollformalitäten erledigen. Oder am Dienstag, ojala…(inshallah in Spanisch)

 

So verbringen wir ein weiteres Wochenende in Montevideo, diesmal bei schönstem Wetter. Der botanische Garten steht auf dem Programm, ein großer Park mit wunderschönen alten Bäumen. Am Sonntag laden wir Marisa zum Mittagessen ein. Ein kleines Dankeschön, denn sie ist eine geniale Gastgeberin. Wir fühlen uns bei ihr wie zuhause. Mit Blick auf Strand und Palmen sitzen wir gemütlich auf der Terrasse des kleinen Restaurants und genießen Ravioli mit Lachs gefüllt und lecker Fisch mit Gemüsereis. An der Rambla entlang herrscht wieder geschäftiges Treiben. Alle genießen den sonnigen und relativ warmen Wintertag.

 

Die folgenden Tage besichtigen wir das Parlament von Uruguay, den imposanten Palacio Legislativo und das Gaucho-Museum. Wir gehen mit Marisa zum meditativen Tanz und treffen uns mit Pablo, der uns im Bert Brecht Institut seiner zweiten Deutschlehrerin vorstellt. Für uns erstaunlich, wie schnell man hier Kontakte knüpfen kann.

 

Am Mittwoch um 13:00 Uhr treffen wir uns mit Eduardo. Im Hafen werden die Formalitäten mit der Zollbehörde abgewickelt.

 

Marisa verwöhnte uns sehr. Jetzt heißt es wieder: Selbst kochen und abspülen, selbst fahren und den Alltag organisieren. Nach dieser Ouvertüre in Montevideo geht unsere Reise erneut los. So wie wir es gewohnt sind, und wie wir es mögen – mit unserem Beppo on tour.

 

Montevideo hat viele Gesichter: Die Rambla, beeindruckende Gebäude, viele Märkte, unterschiedliche Menschen. Die Busse fahren in alle Richtungen. Die Türen öffnen sich schon kurz vor der Haltestelle. Der Fahrer kassiert, produziert Fahrkarten, sortiert die Münzen und fährt nebenbei. Aus dem Lautsprecher tönt Musik. Immer wieder steigen fliegende Händler ein: Verkauft wird Schokolade, Plastikkram. Es wird gesungen, getrommelt, Gedichte werden rezitiert. Hinterher kurz Geld eingesammelt und ausgestiegen.

 

Bei Pablo füllen wir gemeinsam Empanadas. Dulces sind heftig süß und kalorienreich. Mate ist eine Volksbewegung.

 

Auf der Jagd nach hübschen Motiven im Jardin Botanico, am Strand , im Japanischen Garten.

 

Mit ein bisschen Geduld, aber sonst ohne viel Aufwand stehen wir draußen vor dem Hafen und sortieren uns. Beppo ist ganz der alte, alles in Ordnung. Sogar sein Reserverad haben sie mit dem Gabelstapler wieder aufs Dach befördert. Noch tanken, dann fahren wir durch den dichten Stadtverkehr Richtung Norden.

 

Dank Marisas Telefonaten finden wir den ersten Campingplatz sofort und für 7 Euro können wir uns eine Parzelle suchen. Außer uns steht nur noch ein Wohnwagen auf dem riesigen Gelände. Agua fria zum Duschen, dafür rundum Natur pur und außer den Vögeln fast keine Geräusche.

 

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Kommentare: 6
  • #1

    Dagmar (Mittwoch, 09 August 2017 22:21)

    Hallo ihr Lieben, mir fehlen jetzt erstmal einfach die Worte....was ihr so alles erlebt in so kurzer Zeit. Und glücklicherweise seid ihr ja jetzt endlich zu dritt. Gute Fahrt und -auch wenn es sich theatralisch anhört- Gottes Segen für euch. Eure Dagmar

  • #2

    Dario Di Napoli (Donnerstag, 10 August 2017 13:33)

    Sehr stimmungsvoll wie Sonja sich an das "d" von Montevideo lehnt.
    Ach ja, wer ist noch mal von den beiden der Tangokomponist?
    Empanadas und Torten! Ihr lebt ja wie Gott in Frankr.... Uruguay!
    Ich denke, Montevideo und die netten Leute dort werden Euch fehlen.
    Gute Weiterreise mit Beppo.
    Eure Anu und Dario

  • #3

    Marianne (Freitag, 11 August 2017 18:41)

    seid Ihr schon unterwegs oder macht der Zoll Probleme? Oder könnt Ihr euch noch nicht von Marisa trennen? Schöne Bilder, wie immer. In der letzten Reihe: sind das Steine? so einen hätte ich gerne (wenn es nicht Kunstraub ist).
    Guten Anfang
    oder wie Iria sagt: Geh nur weiter, auch wenn Du noch nicht weißt wohin. Geh nur weiter,, auch wenn Du nicht verstehst den Sinn. Geh nur weiter, es wird sich alles finden. Der Weg entsteht im Gehen.
    ABRAZO

  • #4

    Jürgen (Sonntag, 13 August 2017 13:12)

    Hallo ihr Lieben, ich beneide euch schon jetzt um eure Erlebnisse, auch wenn ich genau weiß, dass das nichts für mich wäre. Aber auf diese Weise erleben wir alles mit und deshalb sage ich schon jetzt Danke für eure nächsten Berichte und Fotos.
    Ganz liebe Grüße (bei fast winterlichen Temperaturen - 21 Grad :-)) aus Erding von Jürgen und Annemarie

  • #5

    Marianne (Sonntag, 13 August 2017 20:39)

    Was ist das für ein "fieser" Trick : einfach den Bericht um Bilder und Text erweitern .wollt ihr uns Mitleser testen ob wir das merken? Dank Dagmar bin ich nicht hereingefallen ��

  • #6

    Martin (Dienstag, 15 August 2017 09:54)

    Hallo ihr Zwei,
    na also, alles wird gut!! Gute Fahrt und viel Spaß. Passt auf Euch auf.
    Martin