Argentinien 1

 

 

 

...immer gen Westen, durch weite Ebenen bis zu den Anden

Beim Grenzübertritt ist es nützlich, auf die nötigen Papiere zu bestehen. Und wenn es dann das passende Formular gibt, oder im Internet das Land Alemania zu finden ist, oder nicht gerade der Strom ausfällt ……. Nachdem ein schwarzer Hund noch unseren Beppo durchschnüffelt hat, ist es geschafft. Wir sind in Argentinien. Jetzt heißt es Richtung Westen Strecke machen.

 

Was uns sehr gefällt, sind die vielen Vögel. Einmal entdecken wir etliche Bäume, auf denen hunderte Störche, Waldstörche, rosa Löffler und - weiß nicht was noch alles - sitzen. In den Feuchtgebieten sind auch andere Arten zu beobachten. Die Leute hier sind auch sehr freundlich. Das erste Mal übernachten wir bei einer großen Tankstelle und finden es ganz brauchbar.

 

Was uns momentan sehr stört, ist der unendliche Müll rund um alle Ansiedlungen. Unmengen von Plastiktüten hängen in Büschen, Bäumen, Zäunen. Überall der Straße entlang sind die Flächen schwarz, abgebrannt. Kilometerlanges Baumsterben, verkohlte Stämme zeigen vorwurfsvoll in den Himmel.

 

Die Campingplätze der Städte liegen in hübschen Parks, doch die Waschräume sind eine Herausforderung, durchschlafen gelingt nicht. Mal ist es die Musik einer Disco, mal nachts um drei der Lärm einer Kartbahn oder eine zurückkehrende Schülergruppe.

 

Der erste Ort, der uns hier gut gefällt, ist San Fernando de Valle de Catamarca. Hier besuchen wir die hübsche Kirche, in der die Jungfrau Maria besonders verehrt wird. Unser Platz liegt ein wenig außerhalb. José, der Besitzer ist an allen unseren Reisen interessiert, fragt uns nach Deutschland, nach den Wahlen dort. Er weiß viel aus Fernsehberichten, obwohl er selber nicht weit über seinen Ort hinaus gekommen ist. “Mi amor“, seine Frau, will nicht verreisen. Die macht dafür die besten Empanadas, die wir bisher gegessen haben.

 

Weiter zieht es uns nach La Rioja. Unterwegs sehen wir riesige Olivenhaine und eine Fabrik, in der das Öl hergestellt wird. Diesmal übernachten wir bei einem Hostel. Luxus pur! Nicht nur in der Dusche, sonder auch am Waschbecken gibt es warmes Wasser. Außer bei unserer Freundin Uschi gab es das noch nie!

 

Jetzt fahren wir Richtung Tinogasta in die Berge. Fast hinter jeder Kurve erscheint die Landschaft verändert. Die Temperaturen sind hier meist erträglicher. Nur auf den Hochebenen ist es noch sehr heiß. Die hohen Berge rund um uns sind beeindruckend. Die Farben wechseln, die Vegetation auch. Aber es ist sehr trocken hier und die Flüsse sind meist ohne Wasser.

 

In Tinogasta finden wir einen Camping, der extra für uns die Tore öffnet. Ein Platz, an dem man länger verweilen könnte. Fünf Hunde begrüßen uns schwanzwedelnd. Dies ist seit langem die ruhigste Nacht.

 

Einen Tag später geht es bis auf 1900 m hoch. Wir baden in den Thermen von Fiambala. Ein vergnüglicher und fauler Nachmittag. In der Nacht fallen die Temperaturen bis auf 10° C.

 

Früh am Morgen krabbeln wir aus dem warmen Bett. Unter uns im Tal wabert der Nebel. Der Himmel ist bedeckt. Es ist ziemlich kühl. Auf dem Weg zur Bodega Charnamuyo nieselt es sogar. Wir sind die einzigen Gäste und werden trotzdem vorzüglich bedient. Wir genießen hier das leckere „Bife de chorizo“ mit Kartoffelpüree. Vorher wärmt eine Gemüsesuppe und natürlich gibt es einen leckeren Nachtisch mit Kaffee. Der Malbec , ein vollmundiger Tinto, stammt aus den Weinbergen rundum.

 

Hurra, es ist gelungen! Nach etlichen Versuchen und einigen Stunden Geduld ist der Bericht unserer Reise bis zum 12. 10. 2017 im Internet.

 

 

Hübsche Vögel verkürzen die lange Wartezeit an der argentinischen Grenze.

Durch den heißen Chaco.

Motorradfahrer mit Schutz für den Ellbogen.

Verbrannte Erde - alles wird verkokelt. Aber auch unendliche Weite und gerade Straßen.

 

Catamarca, die erste hübsche Stadt mit der schönen Kathedrale.

Puppentheater am Hauptplatz, Frühlingsbäume und auch der Papst Franziskus war schon hier.

Denkmäler, hübsche Gebäude und einfallsreiche Elektrikinstallationen.

 

Adobegebäude aus Lehm-/Strohziegeln. Früher wurden die Häuser und Kirchen so gebaut.

 

Erste Fahrt in die Berge mit wunderbaren Ausblicken.

Wüstenhafte Landschaft mit Säulenkakteen, die uns mit ihren Blüten erfreuen.

Friedhof im Nirgendwo und nette kleine Orte. Besonders gefallen uns die Sonnenuntergänge.

 

Badespaß in den Thermalbecken von Fiambala auf 1900 m Höhe.

Stellplatz in der Nähe mit faszinierendem Ausblick.

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Kommentare: 4
  • #1

    Dario (Freitag, 20 Oktober 2017 08:34)

    Wieder schöne Eindruecke.
    Ich war drei Tage im lauten Osaka und wohne jetzt privat in Kyoto. Himmlische Ruhe hier. Morgen geht‘s auf Tempeltour.
    Meine Seite www.darioinksnsai.jimdo.com ist schon lange aktiv. Kommentare bis heute nada.

  • #2

    Dario (Freitag, 20 Oktober 2017 08:36)

    Korrektur:
    www.darioinkansai.jimdo.com

  • #3

    Dario (Freitag, 20 Oktober 2017 15:57)

    Der erste Button „Osaka“ ist schon erstellt. Meine Reiseberichte werden pro Button nach Orten aufgestellt.

  • #4

    Marianne (Sonntag, 22 Oktober 2017 17:49)

    Was habt Ihr dem Vogel denn erzählt, dass er so einen roten Kopf bekommen hat?
    Und ein paar Einbußen müsst Ihr schon in Kauf nehmen - wie Zähneputzen mit kaltem Wasser oder langsames Internet. Aber das wird durch die Schönheiten und Erlebnisse ausgeglichen. Gell

    Und Iria singt für Euch: Ich nehme mir die Zeit und bin einfach da. Genieß die Langsamkeit und ich sage ja!
    Abrazo